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Leben & Besitz

Oktober im Olivenhain: die Ernte als schnellster Weg unter Nachbarn

Wenn im Oktober die ersten Pressen anlaufen, ziehen die Familien an der Küste und in Istrien in die Haine. Die Ernte ist Arbeit, aber auch ein gesellschaftliches Ereignis: Wer einmal einem Nachbarn beim Pflücken hilft, ist nicht mehr neu im Ort.

2 Min. Lesezeit2 Quellen

Warum die Ernte ein gesellschaftliches Ereignis ist

Der istrische Tourismusverband zählt Olivenöl zu den zentralen Themen der Region, und dahinter steht ein Netz kleiner Haine, die Familien bewirtschaften, oft mit Hilfe von Nachbarn und Freunden.1

Das zuständige Ministerium verfolgt in seinen Mitteilungen auch das kulinarische Angebot, in dem das Öl einen besonderen Platz hat: Hinter jeder prämierten Flasche steht jemandes Ernte.2

Wie ein Erntetag aussieht

Gepflückt wird morgens, von Hand oder mit kleinen Geräten, Netze liegen unter den Bäumen, und der Tag endet am gemeinsamen Tisch: Wer gepflückt hat, isst mit.1

Gepresst wird am selben oder nächsten Tag, Hilfe bei der Ernte wird deshalb oft mit einem Liter neuen Öls vergolten, dem ersten und grünsten des Jahres.1

Wie man mitmacht

Der einfachste Weg ist, den Nachbarn mit Hain zu fragen, ob im Oktober eine Hand fehlt: Die Antwort ist fast immer ja, und die Einladung fürs nächste Jahr kommt von selbst.1,2

  • Veranstaltungen rund ums neue Öl kündigen die regionalen Tourismusverbände an.1
  • Wer keinen Nachbarn mit Hain hat, findet auf den Herbstveranstaltungen Ernte und Tisch zugleich.2