Markt & Daten
Wohnungen, die im Winter schlafen: was der Zensus über zeitweiliges Wohnen sagt
Ein Zensus zählt nicht nur Menschen, sondern auch Wohnungen, einschließlich der zeitweise genutzten. Diese Kategorie erklärt, warum manche Orte im Sommer aus vollen Lungen leben, während im Winter die Hälfte der Fenster dunkel bleibt.

Was der Zensus wirklich zählt
Die Statistik unterscheidet Wohnungen für dauerhaftes Wohnen von zeitweise genutzten, für jedes Gebiet ist also das Verhältnis der einen zu den anderen sichtbar.1
Der jährliche Marktüberblick ergänzt, wo am meisten gehandelt wird, und das Übereinanderlegen beider Karten zeichnet die Orte mit hohem Anteil zeitweiligen Wohnens.2
Was das Verhältnis praktisch bedeutet
Ein hoher Anteil zeitweise genutzter Wohnungen bedeutet einen Saisonrhythmus: volle Straßen im Sommer, spärliche Lichter im Winter, und damit auch das Winterangebot an Läden und Diensten.1
Für jemanden, der ein Ganzjahreszuhause sucht, ist dieses Verhältnis eine Information über die Nachbarschaft: Wo im Winter die meisten Fenster leuchten, gibt es auch Schule, Ambulanz und Bäckerei.1,2
Wie man an die Zahlen kommt
Die Zensusdaten je Ort sind in den Statistikreihen öffentlich und lassen sich prüfen, bevor man überhaupt in einen Ort aufbricht.1